Was ist Open Space?
- Open Space Technology (OST) ist ein schneller, einfacher und kostengünstiger Weg zur produktiven Konferenz.
- Open Space Technology bietet den Menschen die Möglichkeit, das eigene Unternehmen in einer völlig anderen Qualität zu erleben. Alle Beteiligten werden mit in die Verantwortung für die zu treffenden Entscheidungen einbezogen.
- Open Space Technology aktiviert die Selbststeuerung der Gruppe.
Wie funktioniert Open Space?
- Open Space Konferenzen dauern je nach gewünschtem Resultat zwischen einem und drei Tagen.
- Open Space Konferenzen leben vom Wechsel der moderierten Plenumsphasen und den selbstorganisierten Arbeitseinheiten in den Workshops.
- Open Space Technology ruht auf zwei Säulen: Auf der Bereitschaft der Beteiligten, Verantwortung für die Lösung des Problems zu übernehmen und auf dem Engagement, sich im Prozess der Lösungsfindung einzubringen.
An wen richtet sich Open Space?
- An Organisationen und Unternehmen, die ihre Veränderungsprozesse schnell und transparent unter Einbeziehung der Belegschaft gestalten wollen.
- An Führungskräfte, die offen sind für neue Entwicklungen und die Dynamiken ihrer Abteilung produktiv nutzen wollen.
Das Gesetz der persönlichen Initiative:
Jeder arbeitet an dem Platz, an dem er Verantwortung und Initiative übernehmen möchte.
Rahmenbedingungen
Zur Durchführung einer Open Space Konferenz im Unternehmen/in der Organisation wird ein Seminarraum benötigt, in dem alle TeilnehmerInnen bequem Platz finden. Außerdem müssen zahlreiche kleinere Workshop- Räume zur Verfügung stehen. Diese sollten nach Möglichkeit eine vertrauensvolle Atmosphäre gewährleisten können.
Die Konferenz-Tage müssen direkt aufeinander folgen, nach Möglichkeit sollten während der gesamten Zeit mehrere PCs mit Drucker für die Dokumentation der Ergebnisse zur Verfügung stehen.
Die Anzahl der TeilnehmerInnen soll mindestens 15 Personen betragen, eine Höchstgrenze ist nicht festgelegt.
Wann wird Open Space angewendet?
Die Methode eignet sich für Situationen, in denen ein Problem gelöst werden muss, das durch einen hohen Grad an Komplexität gekennzeichnet ist und das die gesamte Abteilung oder Organisation betrifft. Das Problem muss vielfältige Lösungswege ermöglichen,vorgefertigte Lösungen behindern den Prozess. Der Konflikt muss durch einen hohen Entscheidungsdruck gekennzeichnet sein.
Wann wird Open Space nicht angewendet?
Immer dann, wenn Sie meinen die Lösung schon zu kennen, funktioniert Open Space nicht. Und es funktioniert auch dann nicht, wenn Sie kein Vertrauen in die Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben.
Welche Resultate ermöglicht Open Space?
Jedes Thema, das für einzelne Personen oder in der Gruppe relevant ist, kommt auf den Tisch. Die TeilnehmerInnen lernen auf diese Weise eine selbstorganisierte und sich selbst befähigende Art des Arbeitens kennen.
Was ist eine Zukunftswerkstatt?
- Die Zukunftswerkstatt ist eine eigenständige Großgruppen-Methode, mit der Organisationen und Unternehmen (oder auch Abteilungen) darin unterstützt werden, ihre zukünftige Entwicklung aktiv und bewusst zu gestalten.
- Die Zukunftswerkstatt ist ein Angebot zur Entwicklung von Selbstlern-Prozessen.
- Zukunftswerkstätten entwickeln das systemische Denken und eröffnen ganzheitliche Sichtweisen.
Wie funktioniert diese Methode?
Zukunftswerkstätten ermöglichen eine gemeinsame Wissensbasis aller Beteiligten. Sie helfen, gemeinsam Pläne für die Zukunft zu entwickeln.
Der Prozess vollzieht sich in 6 Arbeitsschritten:
1. Schritt: Der Blick in die Vergangenheit
2. Schritt: Untersuchung des Umfelds
3. Schritt: Betrachtung der Gegenwart
4. Schritt: Entwicklung der Vision
5. Schritt: Herausfiltern der Zukunftsübereinstimmungen
6. Schritt: Ableiten von Maßnahmen und Aktionen
An wen richtet sich die Zukunftswerkstatt?
- An Organisationen und Unternehmen, die ihre Veränderungsprozesse schnell und transparent gestalten wollen.
- An Führungskräfte, die offen sind für neue Entwicklungen und die Dynamiken ihrer Abteilung produktiv nutzen wollen.
- An alle, die eine systemische und ganzheitliche Sicht zur Lösung von Veränderungsproblemen einnehmen wollen.
Unterschiede zur Organisationsentwicklung
- Traditionelle OE-Sitzungen sind als langfristige Systemveränderungen angelegt. Zukunftswerkstätten ermöglichen Veränderungen in einen Prozess, der auf weniger als drei Tage ausgerichtet ist.
- OE-Prozesse werden von "oben" angeordnet. Zukunftswerkstätten hingegen bauen auf dem Prinzip der Freiwilligkeit und der Veränderungsbereitschaft der Teilnehmer auf.
- OE-Maßnahmen werden auf der diagnostizierten Lücke zwischen Soll und Haben konzipiert. Sie sind daher immer defizitorientiert. Zukunftswerkstätten arbeiten mit dem Potenzial der Gruppe und sind zukunftsorientiert.
- OE-Berater setzen externe Maßstäbe an das Handeln der Mitarbeiter. Damit verbunden ist immer der Ausdruck der Unzulänglichkeit. Zukunftswerkstätten betrachten die Gegebenheiten neutral: Was immer Menschen sagen oder tun - es gehört zu ihnen, es ist ein Teil ihrer Sinnwelt, an die die Zukunftswerkstatt anschließt.
Rahmenbedingungen
Für eine angenehme Arbeitsatmosphäre müssen ein großer Plenumsraum und - entsprechend der Anzahl der Teilnehmer - ausreichend viele Arbeitsräume und Moderationsmaterialien zur Verfügung stehen.
Die Anzahl der TeilnehmerInnen soll mindestens 15 Personen betragen, eine Höchstgrenze ist nicht festgelegt.
Was leistet die Zukunftswerkstatt?
- Alle Teilnehmer übernehmen im Prozess der Zukunftswerkstatt und für die zukünftige Gestaltung des Veränderungsprozesses selbst Verantwortung.
- Aktionspläne werden schneller und zuverlässiger umgesetzt.
- Innerhalb der Organisation entstehen neue, dauerhafte Beziehungen und Kommunikationsstrukturen. Und dies auch über bislang bestehende Barrieren hinweg.
- Gegenseitiges Vertrauen wird gestärkt und die gemeinsame Verpflichtung gegenüber den Veränderungsmaßnahmen betont.
- Je höher das Maß der Selbstverpflichtung, desto weit reichender die Veränderungen.
- Innerhalb der Organisation entsteht ein gemeinsames Wertegefüge.
- Regelmäßige Folgesitzungen tragen dabei zu nachhaltigeren Ergebnissen bei.
Was ist ein World Cafe?
Das World-Café ist eine Großgruppenmethode, die es ermöglicht, in kurzer Zeit und in angenehmer Atmosphäre die wichtigen Themen, die in einer Gruppe, Abteilung oder Organisation vorherrschen an die Oberfläche zu bringen.
Was steckt hinter der Idee eines World Cafes?
Ein World-Café symbolisiert den hierarchiefreien Raum, in dem alles gedacht und gesagt werden darf. Es repräsentiert die Grundhaltungen eines systemisch arbeitenden Beraters:
- Respekt vor den Menschen in der Organisation
- Respektlosigkeit vor den "alten Ideen" der Organisation
- Respekt vor den neunen Ideen
- Allparteilichkeit auf der Ebene der sozialen Beziehungen in der Organisation
- Expertise des Nichtwissens
- Gleichzeitigkeit von Meta-Position und "In-Kontakt-Sein" mit den TeilnehmerInnen
- Lösungs- und Ressourcenorientierung
- Achtsamkeit für eigenen Zustand und den der Beteiligten
- Forschungshaltung (mentale Landkarten, .)
Wie läuft ein World Cafe ab?
- Begrüßung
- Gemeinsames Frühstück
- Umbau
- Eröffnung, Einführung in das Thema (z.B.: Wie bringen wir etwas Neues in die Schule?/Wie können wir die neue Komplexität managen?)
- Verteilung der TeilnehmerInnen auf kleine Kaffeehaus-Tische (ca. 5 Pers./Tisch)
- Kurze Wahl eines Gastgebers
- 3 Durchgänge: Tischgruppen diskutieren ihre Ansichten und skizzieren ihre Ideen auf das Tischtuch, nach ca. 15. min ist Wechsel. Der Gastgeber verbleibt am Tisch, die restlichen Gäste vermischen sich bunt auf die anderen Tische
- Präsentation der Tischdecken als 'Spots'
- Sammlung wichtiger Themen, an denen weitergearbeitet werden soll.
Was ist der Dialog?
Der Dialog verdeutlicht, wie unser Denken abläuft. Der Dialog ist weder Diskussion noch Debatte, er ist aber auch keine harmonisierende Schönrednerei. Im Dialog geht es nicht darum seinen Standpunkt durchzusetzen, oder andere für die eigene Meinung zu gewinnen.
Im Dialog geht es um gemeinsame neue Sichtweisen, Einsichten und Erkenntnisse in einem kreativen Feld.
Im Dialog soll ermöglicht werden, den Ideen und Annahmen, den Überzeugungen und Gefühlen der Menschen auf den Grund zu gehen, da diese unsere Interaktion immer unterschwellig beherrschen.
Der Dialog ist die Verlangsamung der Kommunikation, um so Zeit und Raum für mehr Reflexion zu schaffen. Die sozialen Prozesse der Gruppe können so beobachtet und in einen gemeinsamen Gedankenraum gebracht werden. Nur so können kreative Ideen entstehen, die auch von allen mitgetragen werden.
Die Qualitäten im Dialog
Artikulieren: Authentisch sein, sagen was man denkt und fühlt (von Herzen sprechen) Suspendieren: Annahmen und Urteile beiseite legen, Gefühle in der Schwebe halten, absichtslos sein. Respektieren: Die anderen in ihrer Art annehmen und sich klar sein, den anderen nie ganz verstehen zu können, trotzdem wertschätzend sein.
Zuhören: ohne Widerstand, achten, was im Raum ist und für Möglichkeiten aufmerksam sein.
Wo setzt man Dialog ein?
Dialog-Runden dienen der Erforschung komplexer Fragestellungen aus unterschiedlichen Blickrichtungen. Im Dialog werden Fragen geklärt, die nur die Gruppe selbst beantworten kann.
Was kann man im Dialog lernen?
- Arbeiten und kommunizieren im hierarchiefreien Raum
- Umgang mit unfertigen Lösungen
- Anfangen auch gegen Widerstände
- Langsamkeit aushalten